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Ein Dialog und Gedanken zum Plan Gottes
Vorwort des Autors
Wäre es nicht wirklich schön, auf jede Frage eine Antwort zu erhalten?
Mein Bruder Thomas und ich, genannt Christian, sind Brüder im Leben, die erkannten, dass wir Zwillinge im Geiste sind.
Thomas, der Historiker und Journalist mit seiner geisteswissenschaftlichen Ausbildung, und ich mit meiner naturwissenschaftlich-kybernetischen Ausbildung stellten in den unzähligen Gesprächen und Diskussionen plötzlich fest, dass wir häufig nicht nur „gut miteinander konnten“, wie man so schön sagt, sondern dass die Meinung des einen die des anderen oft in überraschender Art und Weise ergänzte, schlüssiger, sozusagen verständlicher machte.
Wir begannen, die wichtigsten Zusammenhänge, Ergebnisse und Erkenntnisse aufzuschreiben, um sie für uns aber auch die anderen (unserer Brüder) zu archivieren. Da und dort formulierten wir aus den faszinierendsten manchmal auch überraschendsten Ergebnissen einen Vortrag, den wir dann der Öffentlichkeit, unseren Brüdern, Schwestern oder Freunden präsentierten.
Ich danke sehr, dass Thomas sich auf dieses Experiment eingelassen hat. Dabei geht es nicht einfach um ein „Frage- und Antwort-Spiel“, nein – es geht um einen vollkommen gleichberechtigten Dialog, der für beide Seiten und vor allem auch für Sie als Leser interessant und gleichzeitig unterhaltend sein soll.
Natürlich wollen wir dabei keinem unsere Meinung aufdrängen, das liegt uns wahrhaftig fern, aber ich denke, Thomas und ich können Ihnen Anregungen, sozusagen Vorlagen, ich hoffe, sogenannte Steilvorlagen für eigene persönliche Überlegungen geben, und nicht zuletzt wird der Dialog uns selbst zu neuen und überraschenden Erkenntnissen, Einsichten und Überzeugungen führen.
Interessant und spannend ist das ganze Projekt vor allem auch für uns selbst, denn wir lassen uns von unseren Intuitionen, von unserem Wissen, unserem Glauben und von unseren Überzeugungen, sicher auch von unserem göttlichen Vater, führen.
Natürlich haben wir ein klares Konzept, wie sich die vorliegenden Ausführungen entwickeln sollen, aber die Details, die Überraschungen und Pointen kennen wir natürlich noch nicht im Detail. Wir wollen und werden in neue Tiefen und Weiten unserer geistigen Vorstellungskraft vorstoßen, die man vor einem solchen Projekt sicher nicht wirklich und seriös planen kann.
Wir wollen uns auf diese Weise selbst überraschen, natürlich auch gegenseitig überraschen, um damit jede mögliche Richtung offen zu halten.
Ob Sie nun ein philosophisch gesehen eher materialistisches, idealistisches, monetäres, asketisches, phantastisches oder ein anderes faszinierendes persönliches Weltbild haben, spielt wohl dabei kaum eine Rolle.
Sie sollen ganz einfach mit Ihrem individuellen Weltbild einen Blick auf das Weltbild zweier Freunde, Brüder und Zwillinge werfen, mit dem wir Sie erfreuen und sicher auch ein wenig überraschen möchten und hoffentlich auch werden.
Lassen S i e sich auf uns ein, oder lassen Sie es ganz einfach sein.
W i r alle wünschen uns sicher, einen wirklichen Freien Willen zu haben.
Wir beide, Thomas und Christian gehen davon aus, dass die nachfolgenden Ausführungen zu lesen, Ihr Freier Wille ist, und wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei und viel Freude.
Die Autoren Thomas und Christian.
Eingangsdialog zwischen Freunden
Gut und Böse
Thomas – in blauer Schrift
Gut und Böse treiben mich um, weil es irgendwie auch immer um die beiden Pole zu gehen scheint. Vor allem stellt sich die Frage, wenn Gott, die Welt, das göttliche Prinzip grundsätzlich gut sind, wo kommt dann das Böse her? Ist es nur ein gradueller Mangel an Gutem oder doch noch etwas anderes ?
Christian – in heller Schrift
Lieber Thomas, Gott, die Welt oder das göttliche Prinzip sind grundsätzlich gut, so viel kann ich Dir aus meiner ganz persönlichen Sicht schon einmal versichern. Ja, wo kommt dann das Böse her, fragst Du. Das Böse kommt jedenfalls, kurz gesagt, natürlich nicht von Gott, sicher auch nicht von einem göttlichen Prinzip. Nun fragt sich, vor allem für einen Materialisten, dem Gott fremd ist und auch ein göttliches Prinzip, ist die Welt böse, schlecht oder verderblich, und wann siegt endlich die Liebe ?
Wenn Gott oder ein göttliches Prinzip auf der guten Seite stehen, ob es sie nun gibt oder nicht, dann kommt von dieser Seite schon einmal garantiert nichts Schlechtes, Du kannst mir sicher folgen. Also wären wir nun bei der Welt an sich. Die Welt, so wie sie ist, ohne Gott oder ein göttliches Prinzip, könnte das Ergebnis einer naturgesetzlichen Entwicklung und Evolution sein. Viele Naturwissenschaftler, Kosmologen, Biologen, Physiker, Paläontologen, Anthropologen und sogar einige Geisteswissenschaftler gehen davon aus. Die Welt und ihre Entwicklung könnten aber auch von Zufall und dem Prinzip des Stärksten bestimmt sein, wie es bei Darwin durchscheint, der selbst erschrocken war über seine Erkenntnisse, glaubte er doch an ein göttliches Wesen und eigentlich nicht an Zufall und Stärke.
Sei es wie es sei.
Das Böse und Schlechte kommt für uns Menschen ja nicht einfach aus heiterem Himmel, von plötzlichen Tsunamis einmal ganz abgesehen, und selbst ein Tsunami könnte das Ergebnis eines unverantwortlichen Umgangs des Menschen mit der Natur sein oder Zufall ? Gegenwärtig gibt es so viele Hinweise darauf, dass sich die Natur gewissermaßen gegen uns Menschen wehrt, der wohl manchmal oder im Allgemeinen glaubt, er kann sich gegen Naturgesetze auflehnen. Fahr halt `mal mit „150 Sachen“ in eine enge Kurve, dann wird Dir die Natur schon zeigen, was sie von Deinem Übermut hält.
Ich gehe also davon aus, dass sich die Natur mindestens neutral verhält, wenn wir ihre Gesetze beachten, tun wir das nicht, habe ich Dir die Konsequenzen angedeutet. Ich gehe davon aus, dass die Natur eben auch nicht die Ursache für das Gute und Böse ist vor allem nicht zwischen und für uns Menschen. Wir sind es wohl doch selbst, wie Du es sicher bereits ahnst, das heißt aber noch lange nicht, Gott, sollten wir an ihn glauben, habe uns verlassen. Für mich lebt Gott, dass weißt Du, Er ist unser aller Vater.
Ich nehme Deine nächste Frage vorweg, sie liegt schon auf der Hand.
Wie kann unser Vater alles Böse und Schlechte, Krankheiten und das unendliche Leid einiger Menschen und Völker auf dieser Erde zulassen ? Weshalb schreitet er nicht ein ? Ich interessiere mich nun erst einmal für Deine Antwort, lieber Thomas, und danach werde ich Dir die meine geben:
Thomas
Gott ist immer da, auch wenn der freie Wille des Menschen, diesen von Gott entfernt und er sich der Abwesenheit des Guten hingibt. Das Böse selbst ist auch immer da, als Möglichkeit, weit weg von Gott, aber eben auch noch in seiner Schöpfung. Eine Abwendung von Gott wäre damit dann auch gar nicht möglich, selbst nicht durch das allergrößte Verbrechen. Dann aber verhielte sich Gott eben neutral, überlässt es dem Menschen, sich für oder gegen etwas zu entscheiden. Mir scheint aber, dass Gott letztlich nicht ganz neutral ist. Denn er ist bei der geschundenen, gequälten, ermordeten, gescheiterten, verwirrten Kreatur.
So viel zur Liebe des Vaters. Aber wenn seine Kinder den freien Willen haben, den sie von Gott haben, das Böse nicht von Gott kommt und auch nicht in Augenhöhe mit Gott steht – woher kommt dann das Böse? Wenn es vom Menschen kommt, ist es dann seine eigene, eine menschlich-freie Schöpfung? Umgekehrt wäre auch zu fragen, ob dann nicht auch das Gute eine Schöpfung des Menschen aus dem freien Willen heraus ist?
Lieber Thomas,
Deine Fragen sind sehr interessant, da wir ja schon oft von Manifestationen der Gedanken, Wünsche und Träume des Menschen gesprochen haben, aber waren oder sind wir Menschen jemals getrennt von Gott, sicher nicht?
Irgendwann fanden wir die Aussage, der Traum träume sich selbst. Das kann nur bedeuten, dass Schöpfer und Schöpfung die vielbeschriebene Einheit, das „Eine“ sind, und innerhalb dieses „Einen“ gibt es sich immer weiter spezifizierende Erscheinungsformen dieses einen Seins, die wir Menschen auf der Grundlage unseres freien Willens erst selbst erschaffen, dann kategorisieren, um uns dann über das zu beklagen, das wir das Böse in der Welt nennen.
Gut und Böse sind gewissermaßen Kategorien wie Hoch und Tief, Schnell und Langsam, Hell und Dunkel usw., wobei Böse, Dunkel oder Kalt als Erscheinungsformen des Seins nicht apriori die negative Seite der Polaritäten darstellen, sondern einfach nur die gegenüberliegenden Kategorien von Gut, Hell und Warm quantitativ vermissen lassen, wie Du es in Deinen Ausführungen ebenfalls bereits angedeutet hast.
Da wir in Gemeinschaft mit Gott leben, der die liebende Kraft an sich darstellt in unserem Universum, bleibt dennoch offen, wie Er es „organisiert“, dass die Menschen, die „Böses“ tun, am effektivsten daraus lernen und den Menschen, denen scheinbar „Böses“ angetan wird, weder leiden noch irgendwelche Nachteile zu erdulden haben.
Da nun Gott nicht nur nach Albert Einstein raffiniert und nicht boshaft ist, könnte man auf den Gedanken kommen, dass unser Vater diese Angelegenheiten „so organisiert“, dass wir dieses „Böse“, wenn wir es tun, nicht einem anderen Menschen, einer anderen Kreatur oder der Natur antun, sondern über Widerspiegelungen unseres Selbst uns direkt und unmittelbar selbst antun. Dies geschieht dann so lange in verschiedenen Erscheinungsformen wiederkehrend, bis wir diese Lektion, diesen Aspekt des Seins wahrhaftig verstanden haben. Das wäre, bitte entschuldige den Ausdruck, eine verdammt clevere Vorgehensweise unseres Vaters.
Dieses Prinzip lässt sich bei näherem Hinschauen auf unsere individuellen Erfahrungen gewissermaßen durch einen Schleier erkennen, der immer durchsichtiger wird, je mehr man sich der allumfassenden Liebe hinwendet und damit von den negativen Seiten der Polaritäten abwendet. Die Möglichkeiten und Varianten dieser Liebe auf allen Sektoren unseres persönlichen und gesellschaftlichen Lebens ist dabei so unermesslich groß, dass es keinerlei Einschränkungen, Vorkehrungen oder Begrenzungen geben muss. Wir können diese Liebe bis ins Unendliche führen. Wir werden sie genießen und uns nie an ihr verbrennen.
Ich denke inzwischen, dass wir Menschen nicht dazu geboren sind, auch die sehr negativen Erfahrungen des Lebens zu erfahren oder zu vermitteln. Das ist nicht zwangsläufig erforderlich, um die positiven Seiten der Polaritäten genießen zu können, es ist unsere freie Entscheidung. Es sieht jedoch so aus, dass wir auf den Wegen unserer tiefsten Ängste und Befürchtungen sehr rasch auch die positiven Seiten unseres Lebens erklimmen können, und je intensiver man sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf der negativen Seiten herauszieht, umso intensiver und umfassender kann man dann die positiven Seiten der Polaritäten genießen.
Abschließend möchte ich sagen, dass sich unser Vater für uns, Seine Kinder, auf jeden Fall sehr effektive „Erziehungsmethoden“ hat einfallen lassen, das ist für mich keine Frage. Natürlich lässt Er uns den freien Willen, aber den hat ein Kleinkind im großen Sandkasten des Lebens auch, und dennoch werden wir als Eltern immer mindestens ein Auge auf unsere Sprösslinge werfen, unabhängig davon, welche Wege unsere Kinder gehen möchten, sich erträumen und dann gehen werden, weshalb sollte unser Vater dies in anderer Weise tun?
Traum und Wirklichkeit
Thomas
Dem stünde wenigstens die Aussage vom Einen, in dem uns Gott entgegentritt, gegenüber. Bei Eltern und Kindern ist es anders. Beide sind unterschiedliche Individuen. Diese Situation, dass die Anderen eben vermeintlich Andere sind und außerhalb des jeweiligen Ich existieren, nimmt bereits das Kleinkind wahr – oder akzeptiert dies wenigstens. Das Eine scheint mir da doch noch etwas anderes zu sein, zumal es in der Innenschau aufscheint und in einen ganz anderen Dialog zu uns tritt.
Vielleicht ist da das Träumen eher der Zugang zur Lösung dieses Problems. Und da könnte es schon sein, dass der Vater uns darüber, kaum bemerkt von uns, führt. Träumen sollte man da übrigens nicht auf den Status des Schlafes reduzieren, denn es gibt ja auch manchmal Tag- und Wachträume und kurze Eingebungen. Ist der Traum nicht vielleicht auch etwas, das die Sprach- und Verstehensbarrieren zwischen Ihm und uns überwindet, denn Träume brauchen keine Sprache, sie sprechen in Bildern zu uns. Ist vielleicht der Traum die Sprache Gottes?
Christian
Sicher ist der Traum oder sind die verschiedenen Formen von Träumen Kategorien Gottes, die mit uns in Wechselwirkung treten, und die uns, wenn wir es zulassen, etwas zu sagen haben, und damit sind sie zwar nicht „die“ Sprache Gottes, aber natürlich „eine“ Sprache Gottes.
Nachdem ich seit vielen Monaten begonnen hatte, meine Träume am Morgen aufzuschreiben und zu dokumentieren, veränderten sich sowohl die Inhalte als auch meine Einstellung zu den Träumen selbst. Ich betrachtete sie sehr schnell und mit voller Überzeugung als Teil meiner/unserer Wirklichkeit, da sie ja vor allem meine Gedanken und auch meine Vorstellungen in der sogenannten realen Welt beeinflussten.
Solange man seine Träume natürlich nur als das Aufblitzen irgendwelcher Bilder und Szenen betrachtet, die sofort nach dem morgendlichen Aufstehen verschwunden sind, stehen sie natürlich scheinbar in keinem Zusammenhang mit unserem tatsächlichen täglichen Leben, und so entscheidet wie so oft die eigene Überzeugung, das eigene Bewusstsein, über den Charakter des bestehenden Phänomens Traum.
Die Ashtavakra-Gita sagt sogar „Alles ist ein Traum“, vielleicht der Traum Gottes, aber um zu dieser Überzeugung oder Erkenntnis zu kommen, braucht es schon einiger wesentlicher Vorüberlegungen und sicher auch persönlicher Erfahrungen. Wenn unsere Welt, unser Dasein, unser Sein ein Tagtraum Gottes in Glück sein sollte, dann wäre die Welt zu jedem Zeitpunkt in Ordnung und in Harmonie, dann kann uns in Wahrheit wahrhaftig nichts passieren, dann sind W i r der Traum Gottes, dann sind wir immer auf einem richtigen Weg, da es keine falschen Wege zur Erkenntnis, zum Erwachen, zu Gott und zum Glücklichsein gäbe.
Interessant ist, dass man exakt diese Erfahrungen in Übereinstimmung mit den vielen Erwachenden macht, wenn man sich auf seinem Weg der Selbsterkenntnis den Wahrheiten unseres Seins nähert. Die Unterschiede zwischen den Träumen und Gedanken der Nacht und den Träumen, Gedanken und Wünschen, die wir tagsüber entwickeln, verschwimmen, bis die Unterschiede zielsicher auf unserem Weg verschwinden.
Thomas
Wenn wir immer auf dem richtigen Weg sind, dann wären die Abweichungen eine reine Interpretation, die aber wiederum – selbst, wenn sie zu anderen Interpretationen divergiert – auch des Einen ist. Kurzum, die Geometrie der Welt kann so niemals gestört werden. Dann stellt sich aber die Frage, wenn im Traum Erkenntnis- und Selbsterkenntnisprozesse vermittelt werden, was von „Korrekturen“ durch solche Erkenntnisse zu halten ist?
Überhaupt scheint mir die Problematik der Traum-Interpretation durchaus interpretationsbedürftig, denn diese kann sich ja im zeitlichen Verlauf durchaus ändern. Dabei könnte es ja durchaus geschehen, dass nicht nur manche Unterschiede auf dem Weg verschwinden, sondern sich gerade erst neue Unterschiede auftun, die vorher nicht sichtbar oder erkennbar waren.
Christian
Ja, natürlich Thomas. Die Trauminterpretation jeglicher Art ist sicher wesentlich im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung eigener oder fremder Träume, wobei ich mir persönlich mehr die Dokumentation und Interpretation der eigenen Träume zum Ziel machte, denn wie will ich erfolgreich fremde Träume deuten, soweit überhaupt möglich, wenn ich noch dabei bin, das Handwerkzeug der eigenen Traumverarbeitung zu erlernen.
Ich mache die persönliche Erfahrung, dass meine Träume, seitdem ich sie als nahezu vollwertige Bestandteile meiner Wirklichkeit betrachte, immer präsenter und wirklichkeitsechter werden, von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr. Ich verzeichne immer mehr Träume, die sich in der kognitiven und bewusstseinstechnischen Verarbeitung als Teil der persönlichen Erfahrungsakkumulation kaum noch von der Wirklichkeit im Wachzustand, von der sogenannten Realität, unterscheiden. Das kann so weit gehen, dass man unmittelbar nach den erfolgten Bewusstseinszuständen zwischen den Wirklichkeiten der Schlafträume, der Wachträume und der alltäglichen Wahrnehmung der Wirklichkeit im Wachzustand kaum noch unterscheiden kann.
Natürlich vergisst man wohl nicht, was ein Traum oder Tagtraum war, aber je mehr Zeit nach den Träumen vergeht, die man unbedingt zumindest in Kurzform immer aufzeichnen sollte, um so mehr nähern sich die sinnes- und gefühlsmäßigen Bewertungen im Rückblick, in der Erinnerung an Erlebnisse und Erfahrungen an, will heißen, jegliche Erinnerungen an ein ausgeprägtes schönes oder auch negatives Erlebnis werden in fast gleicher Art und Weise ins Gedächtnis zurückgeführt und im Jetzt bewertet, unabhängig, ob es ursprünglich ein Traum oder die sogenannte wirkliche Wirklichkeit war, die in unserem Gedächtnis archiviert wurde.
Interessant ist an dieser Stelle sicher auch ein Vergleich mit den heute immer realistisch werdenden rechnerinitiierten „virtuellen Wirklichkeiten“, die in Zukunft immer größeren Einfluss selbst auf unser profanes Alltagsleben haben werden. Es wird der Tag kommen, an dem wir genau überlegen müssen, in welcher Realität oder Wirklichkeit wir uns gerade befinden, um die folgerichtigen Handlungen daraus abzuleiten.
Thomas
Auf diese Zeit, Karsten, müssen wir gar nicht erst warten, wir sind doch schon mittendrin. Mit seinen eigenen Träumen umzugehen, musste der Mensch schon immer lernen. Während es die einen verdrängt haben, maßen andere dieser Traum-Wirklichkeit hohe Bedeutung zu. Eine solch große Bedeutung messen ja auch Menschen unserer Zeit den virtuellen Wirklichkeiten zu, kommen manchmal gar nicht mehr aus diesen heraus. Das könnte bisweilen ein ganz schönes Durcheinander anrichten, wie wir es ja aus unserer Gegenwart vom Umgang mit virtuellen Realitäten ebenfalls kennen. Manche laufen Amok und bringen ihre virtuelle Realität in Kollision mit anderen Wirklichkeiten. Da scheinen viele Wirklichkeiten nebeneinander zu bestehen.
Wie wäre es, wenn wir von pluralen Wirklichkeiten reden? Also auch von Realitäten, die nebeneinander bestehen, uns gleichermaßen, aber in unterschiedlichen Graden, zugänglich sind und mit denen wir leben. Gemeinsam scheint aber allen diesen Traum-Wirklichkeiten und Wirklichkeits-Wirklichkeiten zu sein, dass wir sie eben auch aus der Perspektive der jeweils anderen Wirklichkeit zu deuten versuchen. Und beim Traum ist es erst einmal das Erstaunen über das Erfahrene, dem – vielleicht – die Aufzeichnung folgt und dem schließlich – mit zeitlichem Abstand – auch eine Deutung – oder vielleicht auch Umdeutung. Vieles, was uns da begegnet, erschließt sich uns nicht sofort, sondern vielmehr im Nachhinein. Dieses Nachhinein kann ja bei manchem schon nach Minuten oder Stunden, bei anderen erst nach Jahren eintreten.
Wenn wir nun aber von mehreren Wirklichkeiten sprechen und davon ausgehen, dass wir auch in mehreren Realitäten (Wirklichkeits-Wirklichkeit, Traum-Wirklichkeit, virtuelle Wirklichkeit …) leben, dann wird auch der Übergang zwischen den Wirklichkeiten interessant. Solche Übergänge oder Sprünge erleben wir, wenn wir aus dem Traum erwachen, oder wenn virtuelle Wirklichkeiten ins materielle Leben hinein zu greifen scheinen. Überhaupt scheint mir das Verweilen in der einen oder anderen Wirklichkeit nicht so wichtig. Mit weitaus mehr Energie, Konfusion, Freude, Angst oder ähnlichen Zuständen scheint mir der Sprung von der einen in die andere Wirklichkeit verbunden zu sein.
Und solche Sprünge könnten im ersten Einschätzen als Alptraum, Eingebung oder manchmal auch Kuriosität gedeutet werden. Im genaueren Nachdenken könnte man auch an Erscheinungen, Visionen religiöser Ergriffenheit oder einem spirituellen Erlebnis sprechen. Kurzum, nicht der Traum an sich, sondern der Sprung von der Wirklichkeits-Wirklichkeit in die Traum-Wirklichkeit und zurück wäre einer näheren Betrachtung wert.
Christian
Es bleibt festzuhalten, dass wir uns hier mitten in einer Diskussion über unterschiedliche Wirklichkeitsformen befinden, die wir gemeinsam noch näher beleuchten werden. Bevor wir dazu übergehen, möchte ich jedoch festhalten, dass Du offenbar den Übergängen von einer zur anderen Wirklichkeitsform, gegenüber dem Verweilen in einer Wirklichkeitsform, beachtliche Bedeutung beimisst.
Dagegen ist im Prinzip nichts zu sagen. Ich möchte nur von meiner Seite darauf hinweisen, dass mir die von mir erlebten, erfahrenen „Traum-Wirklichkeiten“ der letzten Jahre gewissermaßen fast „ein zweites Leben in der Nacht“ verschaffen, das sicherlich nicht vollkommen unabhängig vom Leben in der realen, von Dir Wirklichkeits-Wirklichkeit genannten, Wirklichkeit abläuft, nein, es existiert in meinen Erfahrungen und in meinen Empfindungen letztlich ebenso real wie die sogenannte Realität.
Jeder Traum ist eine Bereicherung meiner Existenz, vor allem auch deshalb, weil, wie jeder weiß, in Träumen Dinge und Handlungen geschehen können und geschehen, die der Realität eher nicht zugeordnet werden.
Aber es handelt sich doch um Träume, was nun?
Träume, Wirklichkeit, Wirklichkeits-Wirklichkeit, Realität … davon sprechen wir.
Es ist ganz einfach unheimlich spannend, wenn man sich öffnet und dann erkennt, dass Träume zumindest nicht nur kurzlebige Phantasien oder nächtliche Trips oder Entspannungen unseres Gehirns sind, denen viele Menschen kaum Beachtung schenken und diese daher, kaum nach dem Schlafen aufgestanden, auch schon wieder vergessen haben.
Man kann auch reale Ereignisse in der Wirklichkeits-Wirklichkeit, in der sogenannten Realität, sehr schnell wieder vergessen, aber dennoch haben sie doch, jedenfalls nach allgemeiner Auffassung, tatsächlich und wahrhaftig stattgefunden. Betrachtet man die verschiedenen Wirklichkeitsformen nacheinander oder auch nebeneinander, dann kann man den Eindruck fast gleichberechtigter Daseinsformen nicht einfach negieren.
Träumen wir in der sogenannten Realität vielleicht sogar Gottes Traum, aus dem man erwachen, Erleuchtung erlangen kann? Oder träumen wir, nach der Auffassung der australischen Ureinwohner, erst alles ins Sein, bevor wir im Sein das erleben und erfahren, was wir heute Realität nennen? Ich möchte an dieser Stelle einfach nur aufzeigen, dass es zahlreiche Ebenen und Betrachtungsweisen gibt, die alle durch individuelle Erfahrungen und Erkenntnisse belegt werden können.
Nun zu dem von Dir, Thomas, aufgeworfenen Problem des Übergangs von einer zur anderen Wirklichkeitsform, beispielsweise beim morgendlichen Aufwachen vom Traum zur Realität, oder beim Wechsel von der Realität in eine computergestützte virtuelle Wirklichkeit und zurück, wobei auch virtuelle Wirklichkeiten, das sei hier angemerkt, die Lebensqualität von Menschen deutlich verbessern helfen können.
Wirklichkeitsformen
Thomas
Die Sprünge haben es jedenfalls – oder wenigstens in nicht wenigen Fällen – in sich. Nachhaltige Traumerlebnisse sind nicht nur vom Erleben her nachhaltig, sondern können auch Energie verbrauchen. Würde man versuchen, den Übergang von der Wirklichkeits-Wirklichkeit in die andere Wirklichkeit des Traums und den Sprung von der Traum-Wirklichkeit zurück in die Wirklichkeits-Wirklichkeit zu beschreiben, dann käme man durchaus zu überraschen Ergebnissen. Denn meist ist es so, dass der erste Sprung, nämlich der in die Traum-Wirklichkeit, fast weniger als Sprung, denn als langsames Hineingleiten erfahrbar wird.
Dagegen ist der umgekehrte Wechsel in die Wirklichkeits-Wirklichkeit hinein ein sehr deutlicher und heftiger Sprung. Bei den – technisch manipulierten – Übergängen zwischen wirklichen und virtuellen Wirklichkeiten weitaus unaufgeregter. Dort reicht in der Regel das Bedienen eines Schalters. Aber es scheint ja dann auch Abstufungen zu geben, denn der Übergang in die virtuelle Wirklichkeit erfordert zuerst einmal, dass sich der Mensch auch darauf einlässt. Und er kann dann bis zu einem bestimmten Grad auch sehr wohl steuern, in welchem Maße er dies zulassen möchte.
Dagegen scheint die Steuerungsmöglichkeit bei der Traumwirklichkeit nicht vorhanden zu sein. Damit stellt sich die Frage, was oder wer bestimmt über den Sprung in die Traum-Wirklichkeit? Eine unbekannte Seite des Menschen? Die Seele? Gott oder ein höheres Wesen? Der Zufall oder einfach nur eine „Suppe“ aus Schwingungen in der Wirklichkeit, die wir glauben mit unseren fünf Sinnen umfassend wahrzunehmen?
Christian
Ja, solange wir nicht wissen, wer die Wirklichkeiten in unseren Träumen steuert bzw. wer oder was für die ungeordneten oder geordneten und manchmal auch abenteuerlichen Abläufe verantwortlich zeichnet, solange ist der Spekulation Tür und Tor geöffnet, oder unsere Träume sind uns einfach Schnuppe.
Im letzteren Falle registrieren wir zwar den einen oder anderen Traum, aber wenige Minuten nach dem morgendlichen Erwachen und Aufstehen haben wir sie auch schon wieder vergessen. Diese Träume sind gewissermaßen „Stern-Schnuppen“ während unseres nächtlichen Schlafes, nicht mehr und nicht weniger.
Im Gegensatz zu diesen „Stern-Schnuppen“ beschrieb ich oben Traum-Wirklichkeiten, die heute zu meinem alltäglichen Leben gehören. Ich schreibe sie auf, um sie zu dokumentieren und für mich chronologisch festzuhalten. Sie wurden für mich zu einer zweiten nahezu gleichberechtigten Wirklichkeit und damit ebenfalls zum Teil der von Thomas als Wirklichkeits-Wirklichkeit bezeichneten Erfahrungen. Die Grenzen verschwimmen, je mehr man seine Träume ebenfalls als Teil der sogenannten Wirklichkeits-Wirklichkeit wahrnimmt und akzeptiert.
Ist es nicht bemerkenswert, dass sich auf diese Weise, Vorstellungen meiner Gedanken und Wünsche des Tages in meinen darauffolgenden Träumen unmittelbar verwirklichen können und umgekehrt, und somit des Nachts erfahrene Wirklichkeiten im alltäglichen Leben Fortsetzung oder Erfüllung suchen und finden.
Ich liebe alle Formen erfahrener Wirklichkeiten, denn sie sind wahrhaftiger Teil meines Lebens, und sie erfüllen es mit Sinn. Dazu gehören die Träume, nächtliche Wachträume, der ganz normale Alltag, Tagträume im Alltag, Visionen und damit jegliche Bewusstseinserfahrungen des Seins.
Der einzige markante Unterschied besteht darin, dass man tagsüber von diesen Träumen weiß und sich meist bewusst sogar auf sie freut. Nachts ist hingegen alles möglich. Man erfährt nur eine einzige Wirklichkeit, von außen gesehen, die Wirklichkeit der Träume, aber woher wollen wir wissen, dass unsere tägliche Wirklichkeitserfahrung im Alltag nicht auch ein Traum oder zumindest die Manifestation eines Traumes ist, z.B. die Manifestation eines göttlichen Traumes, die Manifestation des Traumes eines „höheren“ Seins?
Je mehr man sich mit diesen Fragen auseinandersetzt, je mehr man sich selbst intuitiv öffnet, umso schneller und intensiver erhält man mögliche Antworten, die unser gesamtes bestehendes Weltbild in Sekunden revolutionieren und ändern können. Man spricht dann von Visionen oder von Bewusstseinserfahrungen, die man selbst machen muss, um sie zu verstehen; man kann sie nicht verbal oder gefühlsmäßig entgegennehmen oder weitergeben, das ist die größte Schwierigkeit dabei. Das macht unsere Individualität aus. Das macht uns zu den einzigartigen Individuen, die wir sind, auf unserem einzigartigen und individuellen Weg.
Wissen kann man erwerben, Erfahrungen muss man machen. Wissen kann für viele Menschen das gleiche Wissen eines Sachverhaltes sein. Individuelles „Erfahrungswissen“ unter Berücksichtigung aller Gedanken und Gefühle während unserer Erfahrungen, die entsprechenden „Abspeicherungen“ dieser Erfahrungen und die späteren Erinnerungen, Verarbeitungen und Reflexionen dieser Erfahrungen sind immer individuell und einzigartig.
Wir sollten daher sehr vorsichtig sein, mit den Schlussfolgerungen vom Leben und Tod anderer Menschen und Individuen auf unser Leben und Sein. Geschieht in allen Aspekten unseres Seins wirklich nach unserem Glauben, wie es die Bibel betont, dann wäre wohl jedes einzelne Leben einzigartig, mit oder ohne Tod usw. … wir wüssten nur nicht so richtig, wie das alles funktioniert, wie wohl das göttliche Sein das organisiert. Ich persönlich glaube aber fest daran, dass es funktioniert.
Zufall
Christian
Es ist nicht die Frage, ob man über den Zufall spricht, es ist lediglich die Frage, wann man das letzte Mal über ihn gesprochen hat.
In unserem Leben gibt es Kategorien, denen wir Menschen Namen gegeben haben, die sich mit unseren Erfahrungen decken, deren tieferen Sinn wir im Prinzip nach jeder Erfahrung immer mehr spüren, immer mehr fühlen.
Dazu gehören unter anderem Wahrheit, Liebe, Demut, Gelassenheit, Ehrlichkeit, Erkenntnis, Sinn und viele weitere. Es gibt aber auch Kategorien, deren tieferen Sinn uns erst später auf unseren individuellen Wegen begegnet.
Dazu gehören der Zufall, Zeit und Raum, Materie, Traum, Wirklichkeit, um vielleicht die Wichtigsten zu nennen.
Bewertet man den Zufall als das, was einem aufgrund der inneren Gesetzmäßigkeiten der Liebe in Liebe „zu-fällt“, dann sind wir der wahren Bedeutung des Wortes Zufall schon sehr nahe, aber viele Menschen verknüpfen mit Zufall ein vollkommen unvorhersehbares und nicht kalkulierbares Ereignis, das keinem Prinzip, keinerlei Gesetzmäßigkeit zuzuordnen ist.
Das ist der Zufall wahrhaftig nicht, jedenfalls nicht für den Menschen, der nicht daran glaubt, dass ein Zufall nur ein Zufall ist.
Zufälle sind Ereignisse, die für uns Menschen lediglich meist vollkommen überraschend erscheinen. Dabei sind sie wie alles in unserer Schöpfung gesetzmäßiges Ergebnis einer klaren und zielgerichteten Entwicklung, in der dennoch jedes organische und anorganische Wesen vom Schöpfer seinen Freien Willen erhalten hat.
Thomas
Wir bezeichnen Ereignisse oft als „Zufall“, wenn sie unerwartet und scheinbar grundlos geschehen, etwa eine spontane Begegnung oder ein überraschender Glücksfall. Doch selbst das scheinbar Zufällige folgt meist verborgenen Mustern: Physikalische Gesetze, soziale Netzwerke oder psychologische Prägungen wirken im Hintergrund. Ein Münzwurf ist mathematisch vorhersagbar, wenn man alle Kräfte exakt kennen würde; eine Begegnung entsteht durch die Summe unserer Routinen und Entscheidungen.
Synchronizitäten fügen dieser Perspektive eine faszinierende Dimension hinzu. Der Psychologe Carl Jung beschrieb sie als „bedeutungsvolle Zufälle“: Ereignisse, die inhaltlich verbunden sind, aber keine direkte Ursache-Wirkung-Beziehung zeigen.
Man denkt z.B. an einen alten Song – und genau in diesem Moment spielt ihn das Radio. Oder man träumt von einer seltenen Blume und findet sie am nächsten Tag auf einem ungewöhnlichen Spazierweg. Für Jung waren solche Synchronizitäten klare Hinweise auf eine tiefere Ordnung, die über die reine Kausalität hinausgeht.
Aus meiner Erfahrung heraus wirken diese „Zufälle“ oft wie Wegweiser: Einmal traf ich in einer fremden Stadt zufällig jemanden, der mir später half, einen beruflichen Traum zu verwirklichen. Im Rückblick ergab dann diese Begegnung Sinn. Solche Momente zeigen, dass unser Leben nicht nur von sichtbaren Ursachen geprägt ist, sondern auch von unsichtbaren Verbindungen, die wir intuitiv spüren, aber nicht rational erklären können.
Zufälle sind meiner Meinung nach selten wirklich zufällig. Meist sind sie das Resultat komplexer, nicht erkannter Ursachenketten – oder sie offenbaren sich als Synchronizitäten: bedeutungsvolle Ereignisse, die auf eine verborgene Ordnung hindeuten.
Beides erinnert uns daran, dass die Welt weniger chaotisch ist, als sie scheint. Selbst das Überraschende folgt oft Mustern – mal physikalischen Gesetzen, mal einer tieferen Logik des Sinns.
Letztlich laden uns diese Phänomene ein, mit Neugier statt mit Schicksalsglauben durchs Leben zu gehen.
An dieser Stelle möchten wir den Dialog abschließen und jeden Leser dazu anregen, selbst intensiv über Begriffe und philosophische Kategorien nachzudenken, um sich gegenseitig mit seinen Anschauungen zu ergänzen und sie zu vertiefen.
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Gedanken zum Plan Gottes (aus dem „Blauen Buch“ 2004)
Man muss sie nur wörtlich nehmen – die Erkenntnisse. Dann kommt man sehr schnell zur Lösung: Wenn Gott Alles ist, ist er nicht statisch, weil sich die Schöpfung in ihm weiterentwickelt, aber Absolute Wahrheit ist er, weil er Alles ist, und Gesetz ist er, weil sich die gesamte Schöpfung mit dem Freien Willen, aber auf der Grundlage naturwissenschaftlicher, geistiger, ethischer – in Summe göttlicher Gesetze – entwickelt.
Die Gesetze unseres Universums sind möglicherweise statisch und die Grundlage von Gottes Plan. Sie sind Gott gewollt und von Gott geschaffen, nicht das Glück oder Unglück eines Menschen. Diese sind, wie auch die oft von uns bestaunten Zufälle, jeweilige Ergebnisse des auf den Gesetzen basierenden Handelns von uns Menschen selbst und nicht göttliche Fügung.
Der Oberbegriff aller naturwissenschaftlichen Gesetze ist Gott als Schöpfer, die aller ethisch-psychologischen, nicht materiellen Gesetze ist Gott als Liebe. Man sieht – wie so oft – Alles hat mit Allem zu tun, und so gelten alle Gesetze natürlich nicht unabhängig voneinander, sondern sind auf vielfältigste Weise miteinander verknüpft.
Wir müssen diese Gesetze und ihre Zusammenhänge nur in ihrer Komplexität erforschen und erkennen, damit erkennen und nutzen wir ihn ebenfalls Schritt für Schritt, den Plan Gottes.
Unser gesamtes Leben basiert auf diesen Gesetzmäßigkeiten, wobei man sich in der heutigen Zeit mehr auf die Erforschung der naturwissenschaftlichen Phänomene konzentriert, als auf die mindestens genauso spannenden und objektiv wirkenden Gesetze der nichtmateriellen geistigen und sozialen Welt.
Natürlich können die vorliegenden Betrachtungen – wie auch die Erkenntnisse vieler anderer Menschen – nur ein weiter zu vervollkommnendes Gleichnis der Absoluten Wahrheit Gottes sein, aber Erkenntnis ist die Annäherung an Gottes Wahrheit, die man auch durch ein Gemälde, Musik, ein gutes Essen – durch eigentlich Alles – erfahren kann, denn Gott ist Alles, also können wir ihn auch in Allem erfahren.
Erkennen wir Gott, so erkennen wir uns. Erkennen wir auch Gottes Gesetze, dann erkennen wir unsere Gesetze und damit auch den Plan Gottes. Den Plan gestalten wir selbst entsprechend den Gesetzen, die wir zumindest als körperliche Individuen nicht ändern, aber immerhin erkennen können.
Nun sind wir oft fasziniert von den naturwissenschaftlichen Entdeckungen und Gesetzen, aber mindestens genauso spannend sind, wie schon gesagt, auch die Erkenntnisse und vor allem Gesetze der geistigen, nichtmateriellen Welt.
Die philosophischen Materialisten und Idealisten trennen Sein und Bewusstsein und versuchen, das Primäre zu begründen. Auf die Einheit von Materiellem und Nichtmateriellem – nicht auf das Primäre – kommt es an. Gott ist nicht nur Materie und nicht nur Bewusstsein – Gott ist eben A l l e s.
Natürlich sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, dass Gott vor allem auch Liebe ist. Liebe auch als Gesetz oder Gottes Gesetze, die ausnahmslos alle auf Gottes Liebe zur gesamten materiellen und nicht materiellen Schöpfung basieren.
Gottes Liebe zu uns, zu allen Menschen, Dingen und Realitäten – am Ende zu Allem ist: Bedingungslos, zeitlos und unendlich. Sie kennt keinen Stolz, Schmerz, Rache, Verletzungen, ... . Sie ist wahrhaftig und schließt nichts und niemanden aus.
Alles was wir auf der Grundlage dieser allumfassenden Liebe Gottes denken und tun, tun wir auf der Grundlage der Gesetze Gottes, die ebenfalls eine andere Ausdrucksform von Gott oder der Liebe selbst sind.
Wir können dabei sicher sein, dass jedes von Liebe geprägtes Handeln ein Handeln im Sinne von Gottes Planes ist und zum Erfolg führt, der in keinem Falle auf den Misserfolg irgendeines anderen begründet sein kann oder zu Lasten der Natur oder Schöpfung geht. Nur ein solcher Erfolg ist wirklicher und wahrhaftiger Erfolg nicht nur für den Handelnden, sondern für die gesamte materielle und nicht materielle Schöpfung und damit für Gott.
Wir sind ein Teil Gottes und so arbeiten wir an unserem und gleichzeitig an Gottes Erfolg. Misserfolge, Fehleinschätzungen, Verirrungen bis hin zu schwersten Verbrechen sind Ergebnisse unseres Freien Willens und damit auch Ausdruck des Freien Willens von Gott. Das Gute wie auch das Böse gehören zu uns und damit auch zu Gott. Sie bilden – wie alles – eine unzertrennliche Einheit.
Das Böse lebt wie auch das Gute in uns, und die Hölle und den Himmel erleben wir bereits auf Erden und nicht erst nach dem Tod bei Gott – ich weiß, wovon ich rede: Ich erlebte die Hölle auf Erden und wollte mehrfach meinem Leben ein Ende setzen.
Gottes Gesetze ließen es nicht zu, dass ich sterbe und so nahm ich einen neuen Anlauf im ewigen Aufwärts von Liebe und Erkenntnis, das mir nach den Hinweisen auf die Absolute Wahrheit und das Ewige Leben, meine Große Liebe offenbarte und durch sie die Liebe zu Gott, zu mir selbst und zur gesamten Schöpfung.
Heute bin ich glücklicher, denn je zuvor, und ich bekam auch schon einen Vorgeschmack von Glückseligkeit – man glaubt es kaum. Sie ist einmalig und lässt sich schwer beschreiben, existiert aber – genauso wie Gott existiert und sich einer umfassenden oder gar vollständigen Beschreibung offenbar entzieht.
Nach einigem Überlegen beschäftigt mich nun die Frage, ob es über uns – wenn wir doch Bestandteil Gottes und damit auch Gott sind – vielleicht noch eine höhere Instanz als unseren Gott gibt, für die wir noch keinen Namen haben, weil sie unsere Vorstellungskraft innerhalb der 3 bis 4 Dimensionen unseres Universums wahrhaftig übersteigt.
Es handelt sich um die plausible Frage nach dem Schöpfer des Schöpfers unseres Universums und um die erlaubte Frage nach der Anzahl unterschiedlicher Universen und damit nach dem ewigen Schöpfer der Schöpfer aller existierenden Universen, Realitäten, Nichtrealitäten oder geistigen Welten.
Bezeichnet man diesen Schöpfer als die höchste aller „höheren Instanzen“ ebenfalls als Gott, so ist er ebenfalls der Gott von Allem und vor allem natürlich in erster Linie der Gott des Schöpfers unseres Universums – mit der allumfassenden Liebe als Basis.
Nun könnte es sein, dass der Freie Wille des Gottes unseres Universums, also auch unser Freier Wille beispielsweise ein weiteres Grundprinzip in unserem Universum ist. In anderen Universen könnten jedoch andere Grundprinzipien vorhanden sein.
Wenn Liebe und Erkenntnis unendlich sind, wovon ich persönlich überzeugt bin, bleibt uns in der Zukunft nichts verschlossen, aber wir können den dritten Schritt nicht vor dem ersten tun.
Ich freue mich über diesen Weg, den ich seit nunmehr mehr als 3 Jahren ganz bewusst gehe und würde mich freuen, wenn ich meine Freunde und Leser freundschaftlich und konstruktiv auf diesem Weg begleiten darf.
Vor wenigen Tagen sagte ich einem meiner Freunde (Alexander), dass mein 3. Manuskript wohl das letzte Manuskript meiner Aufzeichnungen sein wird. Heute (26.09.2004) weiß ich, dass es schon das letzte Manuskript sein wird, aber ein Manuskript, das ohne Trennungen auskommen und ohne Ende sein wird.
Alles, was ich zukünftig denken, schreiben und fühlen werde, sind Bestandteile dieses Manuskriptes – es ist mein zukünftiges Leben, die Beschreibung der erforschten Gesetzmäßigkeiten und ... und damit auch ... ein Plan Gottes.
Bhagavad Gita:
„Ich bin das Ziel am Ende aller Wege. Ich bin der Erhalter der gesamten Schöpfung. Ich bin der innere Zeuge in jedem Menschen. Ich bin dein bester Freund, der als dein Gewissen in deinem Herzen wohnt.“
Es hat schon etwas Erhabenes, sich in die Lage von Gott zu versetzen, wofür man in weniger toleranten Zeiten vielleicht auf dem Scheiterhaufen gelandet wäre, aber sind wir nun ein Teil Gottes und damit auch Gott oder nicht ?
Wir selbst sind Gott ... und damit auch allmächtig – vielleicht können wir sogar die universellen Gesetze ändern, wenn wir es wollten, aber erst einmal muss man erkennen, was man gegebenenfalls ändern möchte.
Vielleicht wollen wir die Gesetze aber gar nicht ändern, weil sie wahrhaftig und Spiegelbild der Absoluten Wahrheit sind – hier bin ich nicht sicher.
Der Plan Gottes
Ziel ist es, aus dem Nichts die Entwicklung zu Gott selbst nachzuvollziehen.
Gott ist nicht die von uns getrennte und bestaunte höchste Instanz, sondern wir selbst werden uns schrittweise immer bewusster, dass wir körperlicher, seelischer und geistiger Teil von Gott sind, um uns dann selbst als Bestandteil von Gott und zuletzt als Gott selbst in der allumfassenden Einheit zu verstehen.
Als körperlicher Mensch kann man das, in dem man geistig und körperlich die bedingungslose, zeitlose und unendliche Liebe zum Rest des Universums tatsächlich praktiziert und damit alle naturwissenschaftlichen und ethisch nicht materiellen Gesetzmäßigkeiten im Sinne dieser Gottesliebe positiv für sich und das Universum anwendet.
Wahrscheinlich wird der Grad, sich selbst als untrennbare Einheit von Gott und damit sich zu diesem Grade selbst als Gott anzusehen durch das dreidimensionale Raum-Zeit -Kontinuum begrenzt, aber vielleicht bestätigen die viel beschriebenen Außerkörpererfahrungen, dass die Lösung vom Körperlich-Materiellen bereits zu Lebzeiten und nicht erst nach dem Tod möglich ist.
Die seelisch geistigen Dimensionen, die sich uns nach dem Tod erschließen, eröffnen uns gegenüber den vertrauten körperlich-materiellen Entfaltungsmöglichkeiten natürlich gigantische und zum Teil schwer vorstellbare Perspektiven, beginnend von Reisen durch Zeit und Raum über die sofortige Realisation von Gedanken bis hin zur Schöpfung zum Beispiel spezifischer Universen nach eigenen Vorstellungen und dabei sicher immer auf der Basis:
Gott ist Liebe.
So einfach ist der Plan Gottes, wenn man ihn einmal verstanden hat.
Wenn jeder Gedanke sofort in die Tat umgesetzt werden kann, dann wird tatsächlich jeder Traum wahr – ich ahnte es bereits vor 3 Jahren. Gott verwirklicht sich in uns, in dem wir uns selbst und unsere Träume verwirklichen – wirklich und wahrhaftig.
Segen, Glück, Glückseligkeit – man findet kaum die richtigen Worte, um diesen genialen und doch so einfachen Plan Gottes offenzulegen:
Gedanken, Träume und Wünsche werden wahr
Wie die meisten meiner Freunde und auch ich wissen, werden Wünsche & Träume wahr, wenn man sie sich von ganzem Herzen wünscht. Das Spannende ist, dass man meist nicht weiß, wann und wie sie sich dann in welcher Form langsam oder plötzlich verwirklichen … aber sie tun es !
Und noch spannender ist, dass die Erfüllung der innersten Wünsche, zumindest kann ich dies bestätigen, oft über die ursprüngliche Wunscherfüllung hinausgehen kann. Was geschieht dann erst, wenn gemeinsame, freundschaftliche, materielle, geistige, spirituelle und brüderlich-herzliche Wünsche und Träume zusammenfinden und ausgesendet werden, in Tempeln und im normalen Leben ?
Ihr könnt es mir glauben:
Es geschehen tatsächliche und wahrhaftige Wunder, die manche kaum zu denken oder träumen wagen. Ich bin nun sehr gespannt auf Eure Wünsche und Träume.
Wenn Ihr die Wünsche und Träume aufschreibt, wie ich es seit vielen Jahren und auch heute und hier machte, könnt Ihr Eure Wunsch-&Traumerfüllung sogar in einigen Wochen, Monaten oder Jahren bewusster erleben und sogar beweisen, und das schwarz auf weiß, nur deshalb, weil selbst noch mancher Freund oder ein Ungläubiger nur das glaubt, was er mit eigenen Augen sehen kann … ich bin sehr gespannt auf die Zukunft.
Die Reise zu uns selbst und zum Glück
Wir sind immer auf Reisen, auf der Reise unseres gesamten Lebens, auf touristischen Reisen zu Urlaubszielen und schönen Orten unserer Welt, auf der Reise und der Suche nach dem wahrhaftigen Glück, auf der spannenden Reise zu uns selbst und der persönlichen Selbstverwirklichung.
Aber:
Was sind unsere tatsächlichen Ziele, Wünsche und Träume ?
Was ist der Sinn des gesamten Seins ?
Was ist der Sinn unseres Lebens ?
Was würden wir mit einem unendlichen Leben machen ?
Was käme nach der Erfüllung aller materiellen Wünsche und Bedürfnisse ?
Diese fünf „Was-Fragen“ haben es in sich. Jeder erwachsene Mensch hat sie sich bereits gestellt, bestimmt sogar mehrfach, interessiert, neugierig, manchmal sicher auch ängstlich …
Wir sind geistige Wesen, also haben wir vor allem geistige Wünsche … ich wünsche allen viel Freude, Glück und Gelassenheit auf ihrer Reise auf den Schwingen des Jetzt in die Wirklichkeiten des Morgen.
KK, Frankenblick, 2016
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